Ökumenischer Weihnachtsgottesdienst
am 22.12.11 in der Dorper Kirche
Ökumenischer Weihnachtsgottesdienst der August-Dicke-Schule in der Dorper Kirche: Tragt in die Welt nun eine Licht

Das weiß jeder: wir feiern Weihnachten, weil wir uns an die Geburt Jesu Christi vor mehr als 2000 Jahren in Bethlehem erinnern wollen und weil wir glauben, dass sein Kommen immer noch Auswirkungen hat in unsere Zeit hinein, eben tatsächlich in dem, dass Jesus als das Licht der Welt erfahrbar ist. Und so entstand die Idee, dieses Licht, das in der Geburtskirche Jesu in Bethlehem brennt, mithilfe der Aktion „Friedenslicht aus Bethlehem“ hier in unseren Gottesdienst zu holen, und zwar als wohltuenden Kontrapunkt zu den vielen, oft schrillen Lichtern und Tönen, mit denen wir uns in der Weihnachtszeit umgeben (Julia und Franziska: Vielen Dank, dass ich jetzt so einen tollen Stern mein Eigen nenne darf. Aber ihr wisst ja, wird auch gern weiterverliehen ;-)).

Das Licht dieser Kerze steht als Symbol für den Frieden, den sich Jesus für uns Menschen wünscht: mit ihm, mit Gott und miteinander. Und so stand der Gedanke des Lichtwerdens und Lichtweitergebens im Mittelpunkt der Lieder und Gedanken, die in diesem Gottesdienst gemeinsam erlebt wurden. Vorbereitet wurde dieser Gottesdienst von einem Team aus Schülerinnen und einem Schüler (Paul, wir danken Dir ;-)) der Jahrgangsstufen 9 bis 13 in einer seit November stattfindenden Arbeitsgruppe. Unterstützt von Pfarrer Römelt konnten wir gemeinsam tolle Ideen entwickeln, wobei schnell klar war, dass wir uns auch Gedanken darum machen wollten, wie denn dieses Lichttragen ganz praktisch aussehen könnte. Mit viel Engagement sind alle daran gegangen, einen Film zu drehen im Solinger Sozialkaufhaus und bei der Aktion Stiftestiften des Ev. Kirchenkreises, Gebete zu schreiben, ein Anspiel vorzubereiten, Lieder auszusuchen, für die Deko zu sorgen und und und...

Und das Ergebnis war echt ein tolles Erlebnis: Die Dorper Kirche war gut gefüllt, viele Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und auch Eltern sind der Einladung gefolgt. Es gab tolle Musik von unserer super-eingespielten Band (denen kann man echt alles abverlangen und Tonartenwechsel sind ja gar kein Problem, nicht wahr, Sven ;-)).

Es gab viele Infos von engagierten Mitarbeiterinnen der caritas und des Diakonischen Werkes, viele Ideen mit denen jeder zum Lichtträger werden kann, in seiner Klasse, in seiner Familie, im Freundeskreis, in unserer Stadt. Jo Römelt hat in seiner Andacht auch jedem Mut gemacht, hinzuschauen, wo denn wohl Not am Mann (oder an der Frau) sei und nicht davor zurückzuschrecken, aus Sorge dass man doch als einzelnes Licht nicht viel ausrichten könne: da brauchen nur wenige kleine Lichter zusammenzukommen und können doch einen Raum in warmes Licht tauchen! Und so konnte jeder Besucher am Ende des Gottesdienstes solch ein kleines Licht mit nach Hause nehmen und in den nächsten Tagen weiterschenken an den, der sich grad im Dunkeln fühlt, vielleicht in der Familie, vielleicht der besten Freundin, dem Nachbarn oder der Nachbarin. Zum Abschluss gab´s noch mal Musik vom Feinsten: die Band und ein Gesangstrio (ein herzliches Dankeschön hier ganz ausdrücklich an Melanie, Julia und Sabrina, Sven und Sven, Jakob und Marten!) gaben uns mit beeindruckenden Stimmen und viel Gefühl mit auf den Weg: „We are the world, we are the people!“

Und wenn Ihr jetzt nach Weihnachten tatsächlich vor Euren gut gefüllten Schränken und Schubladen steht und das eine oder andere Stück findet, das Ihr nicht mehr braucht, das aber noch gut erhalten ist, dann macht Euch doch auf den Weg ins Solinger Sozialkaufhaus und gebt Eure Sachen dort ab. Damit könnt Ihr bestimmt hier in unserer Stadt das eine oder andere Kind glücklich machen, das an Weihnachten nicht so reich beschenkt wurde, weil das Geld hinten und vorn nicht reicht!
Ach ja, und im nächsten Jahr gibt es bestimmt wieder einen ADS Weihnachtgottesdienst. Vielleicht hast Du ja dann Lust, ihn gemeinsam mit anderen kreativen Weihnachtskünstlern vorzubereiten. Wir freuen uns drauf!
Friederike Dietrich

