Aktivitäten im Bio-LK: Fahrt zum Sorpesee und

Internationale Biologieolympiade (IBO)

--- Ein schöner Erfolg: Esther und Lisa sind in der zweiten Runde der Bioolympiade unter die 40 besten Teilnehmer von NRW gekommen. ---

Erfahrungsbericht

In diesem Jahr haben zum ersten Mal Schülerinnen der ADS und der Schwertstraße aus dem Biologie LK der Jahrgangsstufe 13 an der ersten Runde der Biologieolympiade teilgenommen.

Die Biologieolympiade besteht aus vier Runden, wobei die erste Runde zuhause bearbeitet werden muss, die zweite Runde findet in der Schule als Klausur statt, die dritte Runde besteht aus einem praktischen und theoretischen Teil und wird an der Uni Kiel durchgeführt und die vierte Runde besteht ebenfalls aus praktischen und theoretischen Aufgaben.

Wer diese vier Runden besteht, reist schließlich im folgenden Jahr zur Internationalen Biologieolympiade, die jedes Jahr in einem anderen Land stattfindet.

Wir, Esther Radermacher (ADS), Lisa Schmidt (ADS), Hannah Schlüter (ADS) und Sarah Küchenberg (GSS) haben dieses Jahr die erste Runde bearbeitet. Die erste Runde besteht aus vier Aufgaben mit jeweils mehreren Unterpunkten aus verschiedenen Themengebieten der Biologie, die aber alle über den Schulstoff hinausgehen. Von diesen vier Aufgaben müssen mindestens drei bearbeitet werden.

Also machten wir uns an die Arbeit:

Zunächst haben wir uns an die beiden Aufgaben herangewagt, die uns einigermaßen lösbar erschienen. Sie gehörten zu den Bereichen Botanik/ Physiologie und Zoologie/ Physiologie. Durch Recherchen in verschiedenen Büchern und im Internet sind wir auch zu uns logisch erscheinenden Lösungen gekommen, so hatten wir zwei Aufgaben bearbeitet. Lediglich die Auswahl der dritten Aufgabe bereitete uns Schwierigkeiten, welche sollten wir nehmen? Von den zwei übrig gebliebenen Aufgaben aus den Bereichen Evolutionsgenetik und Zellbiologie erschien uns keine besonders ansprechend und lösbar, doch wir mussten ja noch eine Aufgabe bearbeiten. So wählten wir schließlich die Aufgabe aus dem Bereich Zellbiologe aus und gaben unser Bestes. Vor den Herbstferien mussten wir die bearbeiteten Aufgaben dann nach 12 Wochen Bearbeitungszeit Frau Dr. Jehmlich abgeben, die diese nun korrigieren wird und gute Ergebnisse (wenn vorhanden), und damit das Weiterkommen in die zweite Runde, an den Landesbeauftragten weitermelden wird. Wir sind schon gespannt auf die Ergebnisse und hoffen, dass wir es in die zweite Runde geschafft haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir zunächst ehrgeizig an die Aufgaben herangegangen sind, diese aber wirklich herausfordernd sind. So hatten wir manche Krise zu meistern und waren teilweise auch kurz vor dem Aufgeben. Dennoch haben wir uns durchgebissen, denn unser fachlicher Ehrgeiz war geweckt. Außerdem dachten wir uns: "Ein wenig zusätzliches Wissen kann ja auch fürs Abitur nicht schaden."

Abschließend ist zu sagen, die Teilnahme an der Biologieolympiade ist dann empfehlenswert, wenn man sich wirklich für Biologie interessiert und Spaß daran hat, auch anspruchsvolle Aufgaben neben den schulischen Anforderungen zu bearbeiten.

Esther Radermacher (ADS), Lisa Schmidt (ADS), Hannah Schlüter (ADS) und Sarah Küchenberg (GSS)

Besuch der ökologischen Station am Sorpesee

Am 27.10.10 um Punkt 9.00 Uhr ging es los: der Kurs begab sich auf die Fahrt. Die Stimmung im Bus war für alle angenehm, die Fahrt mit 2 ½ Stunden Fahrzeit war auch nicht zu lang. Nach unserer Ankunft in der Jugendherberge, dem Bezug der Zimmer und einem kräftigen Mittagessen starteten wir in die Seminartage.

Direkt an diesem Tag wurde das Engagement und die Teamfähigkeit der Schüler getestet: trotz Regen und Wind begaben wir uns mit kleinen Paddelbooten auf das Hauptbecken der Talsperre, um dort Wasserproben zu entnehmen. Nachdem wir anschließend alle unsere kalten Finger an einer Tasse oder Kaffee gewärmt hatten, mikroskopierten wir die Proben. Das Ziel war es Mikroorganismen wie (Zooplankton und Phytoplankton) zu finden und zu bestimmen. Nach dem Abendessen hatten wir schließlich Freizeit und so konnten wir uns von dem spannenden, aber auch durchaus anstrengenden Tag erholen. Einige von uns blieben zum Spielen in der Jugendherberge, andere nutzten die nahe gelegene Cocktailbar, um sich zu entspannen.

Am nächsten Morgen ging es dann sportlich weiter: mit geliehenen Fahrrädern fuhren wir zum etwas weiter entfernten Vorbecken der Talsperre, um dort (von einer Brücke) wieder Proben zu entnehmen, um diese anschließend untersuchen zu können. Wir wollten die Wassergüte bzw. den Verschmutzungsgrad von Vor- und Hauptbecken vergleichen. Wir gestalteten dies effizient, indem wir in Kleingruppen jeweils an unterschiedlichen Experimenten arbeiteten. Die daraus resultierenden Ergebnisse stellten wir teilweise noch am selben Abend dem Plenum vor, die übrigen wurden am nächsten Morgen vorgetragen. Trotz der Anstrengung des Tages, welcher permanente Konzentration forderte, nutzten wir auch diesen Abend, um gut gelaunt beisammen zu sein.

An unserem Abfahrtstag machten wir morgens eine Wanderung zu einer speziellen Stelle auf der anderen Seite des Sees, an der die Folgen des Unwetters "Kyrill" noch mehr als deutlich zu erkennen waren. Die neue Herausforderung war es einen Raum von 10 mal 10 Metern zu kartographieren. Schnell hatten wir uns in kleine Grüppchen aufgeteilt, und bekamen unseren Raum zugewiesen. Pflanzen-Bestimmungsbücher halfen uns den Pflanzenbestand zu ermitteln und zu verschriftlichen. Auch dies werteten wir in der ökologischen Station mit reichlich Unterstützung des Seminarleiters, der uns die gesamten Tage begleitete, Dinge erklärte und uns tatkräftig half, aus. Anschließend mussten wir der traurigen Tatsache ins Auge blicken: die interessante und schöne Zeit in der ökologischen Station am Sorpesee war vorbei, der Bus wartete und die Heimkehr rief…

Fazit ist, dass es uns allen viel Spaß gemacht hat, dieses sonst nur theoretisch abzuhandelnde Thema der Ökologie in der Praxis kennen zu lernen und somit besser zu verstehen! Außerdem sind wir als Kurs weiter zusammengewachsen, da bei den Experimenten alle gut mit einander gearbeitet und sich super unterstützt haben! Deswegen ist diese Fahrt für folgende Jahrgänge nur sehr zu empfehlen!

Hannah Schlüter und Kim Kinzelmann