Am Montag, den 14. September machte sich der Chemiekurs der 11.Klasse auf den Weg zur "Expedition Zukunft" in Wuppertal (http://www.expedition-zukunft.org/). Der "Zukunftszug" besteht aus 12 Waggons mit Themen wie "Ursprung des Lebens", "Die Zukunft des Menschen", "Klimawandel", "Überbevölkerung der Erde", sowie "Vernetzung und Globalisierung".
Die Schüler wurden währen der organisierten Führung von einem Fern-sehteam des WDR begleitet. Einzelne Schüler wurden interviewt und beim Ausprobieren kleiner Experimente gefilmt. Leider konnten wegen der knappen Zeiteinteilung nicht alle Waggons genauer angeschaut werden.
Im Waggon "Ursprung des Lebens" wurden z.B. zwei Theorien vorgestellt. Die erste Theorie besagt, dass das Leben in heißen Quellen selbst ent-standen ist. Durch das Ursuppen-Experiment wurde schon bewiesen, dass Amino- und Fettsäuren - die Vorstufe des Lebens - gebildet werden können.
In der zweiten Theorie wird behauptet, dass ein Komet auf der Erde eingeschlagen ist und so das Leben auf die Erde gebracht hat.
In dem Wagen über natürliche und künstliche Intelligenz wurde ein Roboter Namens "Paul" vorgestellt. Paul kann Fußball spielen, aber er ist noch nicht so weit, dass er gegen Menschen eine Chance hätte. Dies soll sich bis 2050 ändern. Bis dahin soll Paul so weit entwickelt sein, dass er strategisch spielt und gegen Menschen gewinnen kann.
Im Wagen der Vernetzung und Globalisierung wird der enorme Fortschritt der Kommunikation gezeigt. Vor 20 Jahren wurden pro Kabel 89 Anrufe übertragen, heute hingegen sind es pro Kabel 1 Million Anrufe. Das Inter-net ist sehr schnell. An einer Weltkugel wird gezeigt, welchen Weg die Signale über verschiedene Server zurücklegen. Trotzdem baut sich die Internetseite innerhalb von weniger als einer Sekunde auf. Beim Abruf einer australischen Website nehmen die Informationen z.B. einen Weg vom Start in Australien über Hong Kong, die USA und Großbritannien nach Deutschland.
Im Bereich der Medizin stand eine Wärmebildkamera. Diese empfängt Infrarotstrahlen und macht die unsichtbare Wärmestrahlung eines Objektes oder Körpers sichtbar. Sie wird im Militärbereich, in der Bauthermografie oder auch an Flughäfen eingesetzt. Dort wird sie zurzeit als Vorsorge eingesetzt, denn sie erkennt ggf. Menschen, die sich mit der Schweinegrippe infiziert haben. Besonders in diesem Wagen wurde deutlich, dass nicht nur Aufgaben der Zukunftsforschung präsentiert, sondern auch aktuelle Themen behandelt wurden.
Im nächsten Themenbereich wurde die Überbevölkerung der Erde im Modell dargestellt. Es zeigt, dass pro Sekunde 3 Menschen zur Welt-bevölkerung hinzukommen. Wenn die Bevölkerung weiter so stark anwächst, wird es 2050 etwa 12. Mrd. Menschen geben. Es gibt jedoch zu wenig Anbaufläche, um so viele Menschen zu ernähren. Forscher ent-wickelten dazu einen ersten Lösungsansatz: Sie wollen die Anbaufläche durch "vertical farms" vergrößern. Dies sind praktisch Hochhäuser mit Feldern, in denen übereinander angebaut wird.
Auch der Klimawandel ist immer wieder ein aktuelles Thema. In diesem Themenwaggon wurden alternative Formen der Energiegewinnung gezeigt wie z.B. Windenergie oder Sonnenenergie. Die Solarzellen haben aber nur einen Wirkungsgrad von 10-20 Prozent; dieser soll nun verbessert werden. Als weitere Möglichkeit wurde die Verbrennung von "Methan-Eis" vorgestellt. Dieses "Eis" (Methanhydrat) befindet sich auf dem Meeresgrund. Derzeit ist es aber noch nicht möglich, die großen Vorkommen in Mengen abzubauen.
Für viele der Schüler war dieser Ausflug nicht nur ein Einblick in die Zukunft, sondern hat das Interesse an allgemeinen Themen unserer Zeit geweckt bzw. verstärkt.
Anna-Lena Wette, Gk 11 Chemie